Fischbeck/Schönhausen Elbe-Havel-Land l Im Rahmen des Forschungsprojekts INVOLVE wurden seit Januar zahlreiche Interviews in der Region geführt. Nun folgt eine breiter angelegte Befragung der Bevölkerung zu ihren Hilfebedarfen und Selbsthilfefähigkeiten.

Diese Befragung erfolgt von zehn Studierenden der Politikwissenschaften und der Sozial-und Kulturanthropologie aus Berlin. Dabei werden sowohl von der Flut stark betroffene als auch weniger betroffene Orte in der Region aufgesucht. Jeden Tag werden Wissenschaftler/innen und Studierende gemeinsam in die Dörfer fahren, die Bewohner ansprechen und mit ihnen gemeinsam die Fragebögen ausfüllen. Sollten die Bewohner nicht zu Hause sein, wird der Fragebogen im Briefkasten hinterlegt, so dass eine spätere Befragung vereinbart oder der Fragebogen selbst ausgefüllt und per Post zurückgeschickt werden kann.

Teilnahme ist freiwillig und anonym

Die Ergebnisse sollen Behörden und Hilfsorganisationen dann dabei unterstützen, Bedürfnisse und Fähigkeiten der Bevölkerung besser einschätzen und im Katastrophenfall auf diese Kenntnisse zurückgreifen zu können.

Gestellt werden unter anderem Fragen zur Situation im Wohnort (Vereinsleben, Engagement ...), zur Katas­trophenvorsorge, zur Evakuierung und zur Selbsthilfe oder zur Situation des Haushaltes vor, während und nach dem Hochwasser.

Vorstellung der Ergebnisse

Jeder Einwohner kann teilnehmen – freiwillig und ano­nym. „Wir möchten Sie zur Teilnahme ermutigen, denn die Angaben sind wichtig, um die Erfahrungen, die die Menschen gesammelt haben, für die Behörden und Hilfsorganisationen des Katastrophenschutzes sichtbar zu machen“, erklärt Bettina Wenzel, wissenschaftliche Mitarbeiterin der KFS. „Nach den bisherigen Erfahrungen mit der Bevölkerung in der Region, die ein großes Interesse an der Aufarbeitung der Katastrophe zeigt, rechnen wir mit einem guten Rücklauf der Fragebögen. Wir hoffen daher, dass wir im November erste Ergebnisse bei einer Informationsveranstaltung der Hochwasserschutz-Initiative im Elbe-Havel-Winkel vorstellen können. Es wird zudem die Möglichkeit geben, sich auch an den Anfang 2017 geplanten Gruppendiskussionen vor Ort zu beteiligen.“