Innsbruck/Magdeburg l Nach der letzten Zieldurchfahrt flossen die Freudentränen: Toni Eggert ist am Sonnabend in Innsbruck im Doppelsitzer mit Sascha Benecken der Favoritenrolle gerecht geworden und hat erstmals Gold bei einer Weltmeisterschaft gewonnen. "Als wir in die Zielkurve gefahren sind, habe ich schon angefangen zu schreien. Da wusste ich: Das muss reichen", sagte der überglückliche Ilsenburger im ZDF.

Nach der Enttäuschung am Vortag, als sie im Sprint "nur" Bronze holten, haben Eggert/Benecken im klassischen Wettbewerb ihre Vormachtstellung in dieser Saison unterstrichen. Es war bereits der zehnte Sieg im 14. Saisonrennen für das Duo, das in den vergangenen Jahren bei den Saisonhöhepunkten immer am obersten Podest vorbeifuhren. Nach drei Silbermedaillen seit 2012 ist dem 28-jährigen Eggert und seinem Suhler "Rucksack" endlich der große Coup gelungen. "Es ist einfach toll, dass sich die ganze Arbeit gelohnt hat", erklärte Eggert, der für sein akribisches Tüfteln am Schlitten bekannt ist.

Eggert/Benecken, die auch im Gesamtweltcup zum zweiten Mal in ihrer Karriere vor dem Sieg stehen, bildeten letztlich die Spitze beim deutschen Dreifacherfolg. Sie verwiesen die Sotschi-Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt mit 0,206 Sekunden auf Platz zwei und Robin Geueke/David Gamm mit 0,385 Sekunden auf Rang drei. "Sie waren einfach dran", sagte Bundestrainer Norbert Loch.

Und sie können noch einen Titel gewinnen: Am Sonntag geht es zum Abschluss der Wettbewerbe in der Teamstaffel um Medaillen. Dort wiederum konnten Eggert/Benecken schon einmal WM-Gold holen - 2012 in Altenberg.