Berlin (dpa) - Gegen den Fußball hatte die TV-Konkurrenz am Mittwochabend keine Chance. Um 20.45 Uhr war Anpfiff in London, das ZDF übertrug das Champions-League-Spiel zwischen Tottenham Hotspur und Borussia Dortmund live.

Dafür schalteten 6,88 Millionen Zuschauer ein. Der Marktanteil lag bei 24,0 Prozent - rund jeder vierte Zuschauer um diese Zeit verfolgte also, wie sich der Bundesliga-Tabellenführer am Ende mit 1:3 geschlagen geben musste.

Keine andere Sendung kam auch nur annähernd an solche Werte heran - von der "Tagesschau" abgesehen. Für die Nachrichten im Ersten schalteten um 20 Uhr 5,10 Millionen Zuschauer (18,7 Prozent) ein, in allen Programmen waren es sogar 10,19 Millionen (37,4 Prozent). Die Krimi-Groteske "Falsche Siebziger" über Dorfbewohner, die sich zu einer kreativen, aber ausgesprochen kriminellen Art von Rentenbetrug entscheiden, erreichte im Ersten ab 20.15 Uhr durchschnittlich 3,77 Millionen Zuschauer (12,6 Prozent).

Bei RTL sahen 20.15 Uhr im Schnitt 2,40 Millionen Zuschauer (8,1 Prozent) die Ranking-Show "Die 25 verrücktesten Geschichten, die das Leben schrieb" mit Moderatorin Sonja Zietlow. Den ZDFneo-Krimi Ein starkes Team: Sippenhaft" aus dem Jahr 2005 verfolgten ab 20.15 Uhr 2,02 Millionen (6,8 Prozent).

Auf Vox kam die Krimiserie "Rizzoli & Isles" auf 1,23 Millionen (4,2 Prozent), die anschließende Folge ab 21.15 Uhr auf 1,37 Millionen (4,6 Prozent). Der Science-Fiction-Thriller "In Time - Deine Zeit läuft ab" auf ProSieben erreichte 1,10 Millionen Zuschauer (3,8 Prozent), die jüngste Folge der Dokusoap "Teenie-Mütter - Wenn Kinder Kinder kriegen" auf RTL II 0,81 Millionen (2,8 Prozent).

Die noch neue Dokusoap "Love Island - Heiße Flirts & wahre Liebe" beim gleichen Sender schaffte es ab 22.15 Uhr nur noch auf 0,67 Millionen (3,1 Prozent). Bei der am Montag mit 0,98 Millionen Zuschauern gestarteten Show verbringen Singles den Sommer in einer Villa auf "Love Island" in der Hoffnung, die große Liebe zu finden und sich dabei nicht von anderen Insulanern abbringen zu lassen. Auf Kabel eins kam das TV-Melodram "Das Streben nach Glück" im Schnitt 0,49 Millionen (1,7 Prozent).

Im Schnitt liegt das ZDF seit Jahresbeginn unter den deutschen Fernsehsendern mit einem Marktanteil von 13,1 Prozent klar auf Platz eins. Es folgt das Erste mit 11,2 Prozent vor dem privaten Marktführer RTL mit 9,3 Prozent. Dahinter liegen Sat.1 (6,7 Prozent), Vox (5,2 Prozent), ProSieben (4,5 Prozent), Kabel eins (3,4 Prozent), RTL II (3,2 Prozent), ZDFneo (2,8 Prozent) und Super RTL (1,7 Prozent).