Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Rund zwei Monate nach der Vergewaltigung einer Frau in Dessau-Roßlau ist eine Anklage gegen die Tatverdächtigen noch nicht in Sicht. Die Ermittlungen dauerten noch an, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau am Donnerstag. Die jungen Männer im Alter von 18 bis 21 Jahren sollen in der Nacht zum 16. August eine 56 Jahre alte Frau vergewaltigt haben.

Das Opfer war unterwegs, um Flaschen zu sammeln. Nach den bisherigen Ermittlungen lockten die Verdächtigen die 56-Jährige auf ein Schulgelände, wo sie vergewaltigt wurde. Die Ermittler prüfen außerdem, ob es einen Zusammenhang zu einem Raubüberfall auf eine 89-Jährige Frau gibt.

Sie war am Tag vor der Vergewaltigung in ihrer Wohnung bedroht und beraubt worden. Auch hier dauerten die Ermittlungen und die Spurenauswertungen noch an, sagte der Sprecher. Die aus Eritrea stammenden Tatverdächtigen waren rund einen Monat nach der Vergewaltigung in Wohnungen in Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern verhaftet und in verschiedene Gefängnisse gebracht worden.