Dessau/Zerbst l Mit Zerbst und Nedlitz sind nur noch zwei Teams aus dem Verbreitungsgebiet des Anhaltischen Sports im Rennen. Die beiden Landesklasse-Vertreter TSV Rot-Weiß Zerbst und SC Vorfläming Nedlitz haben anspruchsvolle Auswärts-Hürden zu meistern.

SV Blau-Rot Coswig – SC Vorfläming Nedlitz. Die Vorfläming-Elf muss beim Spitzenreiter der Kreisoberliga ran und hat, zumindest von der Papierform her betrachtet, die leichtere Aufgabe.

Leicht wird es aber nicht für die Herren von Trainer Dirk Bizuga. Die Blau-Roten sind ein eingespieltes Team und konnten sich vor der Serie noch punktuell verstärken. Sie stehen auch nicht umsonst oben an der Spitze. Selbst haben die Kicker um Trainer Tino Pelz „oben mitspielen“ als Saisonziel ausgegeben. Doch etliche Vereine haben die Randwittenberger als Aufstiegsfavorit auf dem Zettel.

Dirk Bizuga, dessen Team derzeit auf einem Abstiegsplatz steht, kann bei der Konstellation „keinen Favoriten ausmachen“. Er mutmaßt, dass „die junge Coswiger Truppe“ seinem SC „das Leben so schwer wie möglich machen wird“.

„Wir stehen uns derzeit selbst auf den Füßen. Es ist kurz vor Zwölf, was den Liga-Alltag angeht und jeder Einzelne muss endlich in sich kehren, ob er bereit ist, für seinen Verein alles zu geben“, so der 46-Jährige, der heute „eine Reaktion erwartet“.

„Es reicht nicht, wenn nur vier oder fünf Leute Einsatz zeigen. Ich erwarte, dass wir alle zu unseren Tugenden zurückfinden und das Ego abstellen“, fordert er. Heute erwartet der Pretziener auf dem schmalen Nebenplatz „ein hartes Spiel, bei dem die Coswiger versuchen werden, uns mit ihren schnellen Spielern Paroli zu bieten“. „Deshalb müssen wir die Bälle von Max Paßlack, den Dreh- und Angelpunkt der Coswiger, unterbinden, den Ball laufen lassen, das Spiel in die Breite ziehen und vor allem Ruhe bewahren“, so der Taktiker.

Vor allem hoffen alle Nedlitzer Verantwortlichen, dass der SC endlich wieder seine Stärken ausspielt und mit der richtigen Einstellung auftritt, denn „wer denkt, die werden wir mit links besiegen, hat schon verloren“, so der Pretziener, der fordert, dass sein Team „Charakter zeigt“.

Fehlen werden die verletzten Mario Hosenthien und Kevin Nitschke. Ob Florian Barnetz spielen kann, entscheidet sich kurzfristig. Dazu stößt Kevin Wöge, der seine Schulterverletzung auskuriert hat. Ein bis drei Leute aus der Zweiten werden auf der Bank sitzen, die es „aufgrund ihres Trainingsfleißes verdient haben“.

SV Grün-Weiß Wörlitz – TSV Rot-Weiß Zerbst. Hier treffen zwei Landesklasse-Teams aufeinander. Die Landesliga-erfahrenen Zerbster sollten gegen den Aufsteiger in die Staffel 5 dabei etwas favorisiert sein. Dafür haben die Grün-Weißen den Heimvorteil auf ihrer Seite.

TSV-Trainer Jens Borchers kann mit einem 15-köpfigen Kader in die Parkstadt reisen. Er sagte ganz klar: „Unser Ziel ist das Finale im Kreispokal. Dafür müssen wir in Wörlitz frech spielen und den Kampf annehmen.“ Der 32-Jährige weiß, dass „Wörlitz eine gute Truppe“ ist. „Sie werden uns in der ersten Halbzeit definitiv im hohen Pressing angreifen“, vermutet er und dachte gleich an die letzten Aufeinandertreffen: „Die Ergebnisse gegen Wörlitz waren alle recht eindeutig, aber ich warne vor Hochmut. Das war eine andere Zeit, ein anderer Kader und eine andere Situation. Wir müssen uns den Einzug in die nächste Runde hart erkämpfen und es wird ein Duell auf Augenhöhe werden.“

In den weiteren Partien treffen in Roßlau zwei Landesklasse-Vertreter aufeinander. Hier erwartet der Tabellenvierte der Staffel 5, der SV Germania 08 Roßlau, den Liganeunten Dessauer SV 97.

In Kochstedt und in Dessau gibt es zwei reine Kreisoberliga-Duelle. TuS Kochstedt erwartet die SG Jeber-Bergfrieden/Serno und die SG Abus Dessau muss sich mit dem TSV 1894 Mosigkau auseinander setzen.

Schwer hat es der noch verbliebene Kreisligist, SG Empor Waldersee, der es mit dem Tabellenvierten der Kreisoberliga, Chemie Rodleben, aufnehmen muss. Ein reines Kreisliga-Duell ist das Aufeinandertreffen der beiden Spitzenteams der Kreisliga B zwischen der Zweiten der SG Jeber-Bergfrieden/Serno und dem ESV Bergwitz II-Midya.