Nedlitz/Zerbst l Eines der Spitzenspiele der Staffel 2 bestreitet der SC Vorfläming Nedlitz, der als Tabellendritter beim Spitzenreiter und Landesliga-Absteiger Burger BC ran muss.

Im zweiten Spitzenspiel messen sich der Zweite und der Vierte, der SV Arminia Magdeburg gegen den TSV Niederndodeleben. In der Staffel 4 erwartet die TSG Calbe als momentaner Vierter den Zweiten aus Förderstedt.

Burger BC (1.) – SC Vorfläming Nedlitz (3.). Die beiden punktgleichen Teams treffen zum ersten Mal aufeinander. Dabei schob SC-Trainer Dirk Bizuga die Favoritenrolle gleich zu den Gastgebern. „Sie haben andere Ziele und wollen den direkten Wiederaufstieg. Sie zählen für mich auch zu den Aufstiegsfavoriten.“

Unter der Devise „Weiter auf uns schauen“ wollen die Nedlitzer heute ab 15 Uhr im Parkstadion in Burg an die guten Leistungen der vergangenen Spiele anknüpfen und „nichts herschenken“. Beim 0:7 im Landespokal gegen Halberstadt hatte sich der SC „gut verkauft“, hielt dem Bollwerk der Gäste sogar in der ersten Halbzeit stand. Ein Elfmeter brachte dem Regionalligisten die 1:0-Führung kurz vor der Pause.

Vor allem „die Leidenschaft“ seiner Truppe gefiel Dirk Bizuga. Es wurden auch Dinge angesprochen, die nicht gepasst haben.

Der BBC ließ mit einem 9:0-Sieg gegen den SSV Besiegdas aufhorchen, doch das will Bizuga „nicht überbewerten“, da auch beim SSV einige Spieler gefehlt hatten und wohl jedes Team nach vier Gegentreffern nach nur neun Minuten ausein- ander fällt. Im Kreispokal in der Vorwoche stand ein 3:1-Sieg gegen Möser II zu Buche.

Egal, die Nedlitzer haben ihre Qualitäten und haben diese schon mehrfach bewiesen. So will der SC „ohne Druck aufspielen“, denn er hat „nichts zu verlieren“. „Wir freuen uns, uns mit Burg messen zu können. Wenn wir mit unserer guten Defensive dort bestehen und unsere Offensive, die derzeit auch gut läuft, ein kleines Zeichen setzen kann, wären wir zufrieden“, sagte der 46-Jährige. Denn „Burg muss auch erstmal gegen eine Mannschaft spielen, die einen guten Ruf und eine gute Defensive hat und gut aus den Startlöchern gekommen ist“.

Der Schlachtplan von Dirk Bizuga und Roger Alarich steht, „auch ein zweiter Plan“. Dieser muss nun vom 16-Mann-Kader umgesetzt werden. Dabei fehlen Nikolai Kuklin, Kevin Nitschke und Kevin Tinaglia, der sich beim Halberstadt-Pokalspiel den Mittelfuß gebrochen hat und voraussichtlich bis zum Saisonende ausfällt.

„Ich bin gespannt, wie Burg auftritt. Wenn die Jungs alles umsetzen können, was wir ihnen mit auf den Weg gegeben haben, können wir einen Punkt mitnehmen. Wenn nicht, bricht auch keine Welt zusammen“, so Bizuga.

SV 1889 Altenweddingen (11.) – TSV Rot-Weiß Zerbst (10.). Der TSV muss heute zu einer Mannschaft, die für ihre Kampfkraft und Robustheit bekannt ist. In der Vorsaison siegte der TSV im Hinspiel 2:1, musste aber im Rückspiel eine 0:1-Niederlage hinnehmen. Von daher sieht eine Prognose schwierig aus.

Die Bördekicker hatten, wie die Zerbster auch, keinen guten Saisonstart. Drei Niederlagen stehen zu Buche. Gerade deshalb wollen sie heute daheim den Bock umstoßen.

„Wir wissen, dass wir jetzt die Ellenbogen ausfahren müssen und dass die Partie in Altenweddingen nur über den Kampf und absoluten Willen geht.“

TSV-Trainer Jens Borchers

Doch das wollen die Rot-Weißen auch. „Wir wissen, dass wir jetzt die Ellenbogen ausfahren müssen und dass die Partie in Altenweddingen nur über den Kampf und absoluten Willen geht“, verdeutlichte TSV-Trainer Jens Borchers und fügte an: „In der Situation, wo wir uns befinden, wird der Fußball nicht schön sein, sondern geht nur über den vollen Einsatz von Kopf bis Fuß. Nur schön spielen reicht momentan nicht. Wir müssen uns regelrecht dreckig reinschmeißen über gewonnene Zweikämpfe, Laufbereitschaft und Frische im Kopf kommen wir zum Erfolg. Denn dann ist man drin im Spiel und dann kommt die Qualität.“

Für das Vorhaben zu punkten stehen dem Coach zwölf Mann zur Verfügung. Moritz Specht ist krank, Maik Fambach verletzt und Pacal Lude privat verhindert. Die Einsätze der angeschlagenen Marc Schröter und Benni Elze sind fraglich und Nico Düben will nur noch in der A-Jugend spielen.

Trotz dieser dünnen Kaderdecke gehen die Rot-Weißen positiv an die Auswärtsaufgabe heran. „Die Qualität ist da und wir haben uns wieder einmal gut vorbereitet. Vielleicht können wir auf ein paar Fans hoffen, die dann unser zwölfter Mann sind und uns unterstützen, auch wenn es gerade nicht so läuft“, würden sich die Zerbster über Unterstützung freuen.

SR: Janke, Tobias - Magdeburger FFC; Serie2018/19: 2:1/0:1.