Brüssel l Die Menschen wollen das, wir machen das.“ Wissen Sie noch, wer das gesagt hat? Nein, falsch getippt – es war nicht Norbert Blüm. Der hat einst nur die Rente für sicher erklärt. Es geht es um Wichtigeres: um die Zeit. Also um die Gegenwart, die in Zukunft die Vergangenheit ist.

Deshalb war’s auch kein kleiner Bundesminister, sondern ein leibhaftiger EU-Kommissionschef, der die Unaufhaltsame dem Volke unter- und ewige Sommerzeit anordnen wollte. Doch Jean-Claude Juncker ist schon lange in Rente – so, als wäre die Zeit über ihn hinweggegangen. Schließlich lässt sich die EU-Bürokratie nicht aus der Ruhe bringen.

Deshalb machen wir heute Nacht nicht das, was wir wollen – nämlich schlafend oder feiernd die Zeit einfach verstreichen lassen. Sondern wir müssen wieder Hand anlegen an die Uhr. Genau um 3 Uhr wird’s sein, dass die Gegenwart für einen Moment die Zukunft sein wird: nämlich 2 Uhr. Nur ein einziges Positives hat dieser Winterzeit-Irrsinn: Das Wochenenende ist eine Stunde länger...