München (dpa/tmn) - Wer sein Motorrad über den Winter einmotten will, sollte es zunächst gründlich säubern. Hier verzichten die Biker aber besser auf scharfe Reiniger, rät der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS).

Motorradhalter sollten die Maschine auf mögliche Mängel untersuchen und rostgefährdete Teile mit geeignetem Schutzmittel konservieren. Ratsam ist auch frisches Öl. Das alte lässt man am besten bei noch betriebswarmem Motor ab. Ölfilter und die Dichtung für die Ablassschraube werden idealerweise ebenfalls ausgewechselt.

Der beste Ort für den Winterschlaf ist eine kühle, trockene Garage oder ein ebensolcher Keller. Alternativ lässt sich etwa bei einem Händler nachfragen, ob er einen Einlagerungsservice für die Maschine anbietet. KS rät auch zu einer Plane für das Bike, die aber regelmäßig gelüftet werden sollte. Weniger geeignet sind wasserdichte Modelle. Darunter kann sich Kondenswasser sammeln.

Ob die Maschine besser mit vollem oder leerem Tank überwintert, klärt der Blick in die Bedienungsanleitung. Meist geht ein Kunststofftank eher leer und ein Metalltank voll in die Pause. Bei Motoren mit Vergaser ist die Schwimmerkammer zu leeren. Der Club rät, dafür entweder den Motor mit geschlossenem Benzinhahn so lange laufen zu lassen, bis er ausgeht oder den Vergaser durch die Ablassschraube zu leeren.

Die ausgebaute Batterie lagern Biker am besten trocken, kühl aber frostsicher und laden sie regelmäßig nach. Bequemer ist dafür ein automatisches Erhaltungsladegerät.

Der Luftdruck der Reifen kann um etwa 0,3 bis 0,5 bar erhöht werden. Die Maschine ist auf dem Haupt- beziehungsweise Montageständer gut aufgehoben. Indem man die Reifenposition einmal monatlich ändert, vermeidet man Standplatten.