München (dpa/tmn) - Ob Reportage im Fernsehen oder Anzeigen in Zeitungen - die Kennzeichen von Autos sind meist verpixelt oder auf andere Art unkenntlich gemacht. Warum ist das so?

Bei TV-Reportagen etwa greift die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und das Presserecht, erklärt der ADAC. Durch die Verpixelung könne nicht herausgefunden werden, wann sich ein Auto an welchem Ort befunden hat. Bei fiktiven Formaten wie etwa einem Fernsehkrimi ist das natürlich nicht nötig.

Auch bei Verkaufsanzeigen gibt es gute Gründe dafür, warum Anbieter Kennzeichen unkenntlich machen. Auch der ADAC rät dazu, und zwar egal ob in einer Zeitung oder bei Angeboten im Internet. "Auf diese Weise kann der Verkäufer mit seiner Adresse nicht über das Kennzeichen ausfindig gemacht werden, zum Beispiel für eine unangekündigte Besichtigung oder - schlimmer - einen Diebstahl", so der Autoclub.

Eine Halterabfrage geht zum Beispiel gegen Gebühr über die zuständige Zulassungsstelle. Allerdings nur, wenn dafür ein berechtigtes Interesse vorgebracht wird. Das könne etwa ein angeblicher Unfall sein, wonach man den Halter für die Schadenabwicklung ausfindig machen will.