Göttingen (dpa) - Die Bauarbeiten auf der ICE-Schnellfahrstrecke zwischen Göttingen und Hannover sind abgeschlossen. Die Fahrtzeiten der ICE-Züge verkürzen sich ab dem Fahrplanwechsel am Sonntag (15. Dezember) wieder von etwa einer Stunde auf gut 30 Minuten, wie die Deutsche Bahn mitteilte.

Das Unternehmen hatte vor einem halben Jahr damit begonnen, den 89 Kilometer langen Abschnitt zwischen Göttingen und Hannover zu erneuern. Züge wurden umgeleitet. Für ICE-Reisende auf Routen zwischen Süd- und Norddeutschland oder Frankfurt und Berlin bedeutete dies erheblich längere Fahrzeiten.

Die Generalsanierung der Trasse war nach Angaben der Bahn unvermeidbar. Der Abschnitt zwischen Göttingen und Hannover, der Teil der Schnellfahrstrecke Würzburg-Hannover ist, war fast 30 Jahre lang im Dauerbetrieb.

Außer den Gleisen wurden auch neun Tunnel und acht Talbrücken erneuert. Zudem wurden die Oberleitungen und zahlreiche technische Einrichtungen auf den neuesten Stand gebracht. Die Kosten der Sanierung bezifferte die Bahn auf rund 175 Millionen Euro.

Auch der Rest der 327 Kilometer langen Schnellfahrstrecke Würzburg-Hannover soll in Etappen bis 2023 saniert werden. Auf der Strecke verkehren täglich rund 110 Fernverkehrszüge mit bis zu Tempo 280 sowie rund 25 Güterzüge.

Bahn zur Streckensanierung