Berlin (dpa/bb) – Bayern München hat das erste Duell zweier Basketball-Bundesligisten in der Euroleague seit sechs Jahren für sich entschieden.

Am Mittwochabend siegten die Bayern bei Alba Berlin nach Verlängerung mit 77:76 (72:72, 30:28). In einer hart umkämpften Partie vor 11.229 Zuschauern hatten die Bayern am Ende die besseren Nerven. Bei Alba war Makai Mason mit 17 Punkten bester Werfer, bei Bayern war Vladimir Lucic mit 19 Zählern erfolgreichster Schütze.

Bei Alba war Nationalspieler Johannes Thiemann nach seiner Gehirnerschütterung wieder dabei, bei den Bayern konnte Nihad Djedovic wieder mitwirken. Beide Teams begannen sehr nervös. Es dauerte über zweieinhalb Minuten, bis Giedraitis die ersten Punkte der Partie markierte. Doch mit zunehmender Spielzeit kamen die Bayern besser ins Spiel. Mit einem 14:2-Lauf übernahmen sie die Führung.

Alba vergab zu viele offene Würfe. Erst im zweiten Viertel wurde es dann etwas besser. Und nun bekamen auch die Bayern gegen die aggressive Defensive der Berliner Probleme. Alba arbeitete sich wieder auf einen Zähler heran (26:27). Doch die Bayern behaupteten weiter ihre knappe Führung. Nach dem Seitenwechsel konnte sich die Gäste wieder absetzen, weil sie solide trafen und ihre Vorteile unter dem Korb nutzten. Zudem knickte Albas Spielmacher Peyton Siva noch um und kehrte danach nicht wieder zurück.

Nach 27 Minuten wurde die Bayern-Führung erstmalig zweistellig (50:38). Doch Alba kämpfte und ging mit einem viertelübergreifenden 16:0-Lauf sogar wieder in Führung (54:50). Bis 2,8 Sekunden vor Ende lagen die Berliner vorn, dann traf Maodo Lo mit einem Drei-Punkt-Wurf doch noch zum 72:72. In der Verlängerung gingen die Bayern zwölf Sekunden vor Ende wieder in Führung, Niels Giffey vergab mit der Schlusssirene den möglichen Alba-Sieg.

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