Rom (dpa) - Der Basketball-Weltverband hält trotz des energischen Widerstandes der Euroleague an seinen Plänen zur Einführung einer Champions League von der kommenden Saison an fest.

Das beschloss die FIBA bei einem Treffen in Rom, an dem neben der Verbandsspitze um Präsident Horacio Muratore auch Verbandsvertreter aus Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, Russland, Spanien und der Türkei teilnahmen. Wenn sich Vertreter aus diesen sieben Nationen dafür aussprechen, dann ist das schon ein starkes Zeichen, sagte der Präsident des Deutschen Basketball Bundes, Ingo Weiss, der zugleich Schatzmeister des Weltverbandes ist. In den nächsten Wochen und Monaten soll nun in verschiedenen Arbeitsgruppen erarbeitet werden, wie der Wettbewerb genau aussehen soll.

Die Euroleague, derzeit die Königsklasse im Basketball, lehnt die Pläne der FIBA kategorisch ab. Am 10. November hatten ihre elf Clubs mit garantiertem Startrecht eine revolutionäre Änderung des Spielformats beschlossen. Das neue Modell sieht von 2016/17 an unter anderem die Reduzierung der Teilnehmer von 24 auf 16 und eine Ausweitung der Vorrunde auf 30 Spiele pro Verein vor. Dazu wurde ein Zehnjahresvertrag mit dem Vermarkter IMG abgeschlossen.

Die Euroleague war damit klar auf Konfrontationskurs mit der FIBA gegangen. Ob der deutsche Meister in dem neuen Euroleague-Format weiter einen festen Platz hat, ist noch offen. Euroleague-Boss Jordi Bertomeu stellte das aber in Aussicht. Nach jetzigem Stand würde es in der neuen Spielzeit zwei Top-Club-Wettbewerbe geben.