Berlin (dpa/tmn) - Für die Ergänzung der Photovoltaikanlage um einen Batteriespeicher gilt das Verhältnis 1:1. Aktuell üblich sei es, pro Kilowatt (KW) Leistung der Solarstromanlage eine Kilowattstunde (kWh) Batterieleistung zu erwerben. Darauf weist der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) hin.

Die Kombination der Solarstromanlage mit Speichern mit mehr Batterieleistung ist möglich, man sollte aber die Wirtschaftlichkeit hinterfragen. Bei sinkenden Preisen von Batteriespeicher könne sich das jedoch ändern, von 2014 bis 2018 haben sich laut BSW die Preise bereits halbiert. Möglich ist es auch, nun erst mal Speicher mit einer Kapazität im Verhältnis 1:1 zur Photovoltaikanlage zu erwerben und diese später auszubauen.

Die Speicher lagern die erzeugte Energie für eine gewisse Zeit ein. Damit lässt sich der Verbrauch des Solarstroms gezielter steuern - etwa nach Sonnenuntergang oder nachts, wenn man üblicherweise auch zu Hause ist. Laut dem Bundesverband lassen sich damit Autarkiegrade von bis zu 80 Prozent erreichen. Die Stromspeicher lassen sich direkt bei der Neuinstallation einer Solarstromanlage installieren oder nachrüsten.

In Eigenheimen werden nach Angaben des Verbandes vornehmlich Batteriespeicher mit Lithium-Technologie genutzt. Sie verfügen über eine hohe Energiedichte. Daher haben Verbände und Prüfinstitute gemeinsam einen Sicherheitsstandard erarbeitet, nachdem Hersteller ihre Produkte zertifizieren können. Auch die Normen und Anwendungsregeln VDE-AR-E 2510-50, DIN EN 62619, UL 1973 und DIN EN 62619 stellen im Kern ähnliche Ziele sicher.