Berlin (dpa/tmn) - Wenn Nester von Mehlschwalben eine Hausfassade verschmutzen, gibt es eine einfache Abhilfe: Ein etwa 50 Zentimeter unterhalb des Nestes montiertes Brett fängt den Kot der Tiere auf und lässt sich einfach säubern, erläutert Eric Neuling vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu).

Schwalbennester entfernen dürfen Hausbesitzer dagegen nicht. Die Brutstätten sind ganzjährig durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt. Das gilt auch dann, wenn die bedrohten Brutvögel nicht anwesend sind, weil sie im Winter in Richtung Süden gezogen sind.

Die häufigsten Arten in Deutschland sind die Rauch- und die Mehlschwalbe. Letztere Art brütet an rau verputzten Hausfassaden unter geschützten Dachvorsprüngen. Rauchschwalben findet man an Balken oder Mauervorsprüngen in Carports, Ställen und Scheunen. Wer hier die Brut der Tiere unterstützen möchte, kann sogenannte Schwalbenboxen aufhängen, rät Lorena Heilmaier vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV). Das sind Holzkisten mit Kunstnestern.

Außerdem können Schwalben beim Nestbau unterstützt werden, indem man im Garten kleine Pfützen mit Lehm behält oder extra anlegt. Gerade im Mai und Juni sollte man diese Pfützen feucht halten, empfiehlt der LBV. Alternativ kann man den Vögeln eine Schale mit Lehm anbieten.

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