Frankfurt/Main - Viele Menschen sind auf Schilddrüsenhormone angewiesen. Deren Wirkung kann jedoch durch diverse Faktoren beeinflusst werden. Sie verringert sich zum Beispiel durch bestimmte Nahrungsmittel.

Schilddrüsenhormone müssen morgens etwa eine halbe Stunde vor dem Frühstück auf leeren Magen eingenommen werden. Außerdem sollten Patienten sie nur mit Leitungswasser schlucken. Wer sich daran nicht hält, riskiere, dass die Wirkung der Medikamente um bis zu 30 Prozent niedriger als gewünscht ist, erläutert die Landesapothekerkammer Hessen. Auslöser seien Nahrungsmittelbestandteile, die die Wirkung beeinflussen können.

Auch mit bestimmten Mineralstoffen sollten Schilddrüsenhormone nicht in Kontakt kommen. Kalzium etwa, das häufig zur Stärkung der Knochen verordnet wird, darf erst zwei Stunden nach den Hormonen eingenommen werden. Die Kammer weist darauf hin, dass das auch für Aluminium gilt, das manchmal in Medikamenten gegen Sodbrennen steckt. Vorsichtshalber wird der Abstand von zwei Stunden außerdem für Magnesium empfohlen, auch wenn dazu noch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse vorliegen.

Wenn ein Patient neben den Hormonen Eisen einnehmen muss, lautet die Vorgabe auch für Eisen normalerweise, es morgens nüchtern eine halbe Stunde vor dem Frühstück zu schlucken. Die Kammer rät aber, nur das Schilddrüsenpräparat wie vorgeschrieben und das Eisen dann eine halbe Stunde vor dem Mittagessen, mit mindestens zwei Stunden Abstand zum Frühstück, einzunehmen. Grundsätzlich ist es sinnvoll, sich zur Einnahme von Arzt oder Apotheker beraten zu lassen.