Hannover (dpa/tmn) - Wer Arbeit reizvoller gestalten möchte, sollte nicht auf plumpe Witze setzen. Das erklärt der Neurowissenschaftler Henning Beck in der Zeitschrift "t3n" (Ausgabe 61/20). Ein lustiger Scherz in einem Erklärvideo sei zum Beispiel für den Lerneffekt eher kontraproduktiv, da dieser am Ende alles ist, was im Gedächtnis bleibt.

Ebenso kontraproduktiv sei es tendenziell, wenn Unternehmen Spaß nur als Belohnung einsetzen. Ist etwa immer dann eine Runde Kicker erlaubt, wenn ein Team ein Ziel erreicht hat, würden sich die Mitarbeiter irgendwann nur noch darauf konzentrieren, die Belohnung zu erhalten. Die eigentliche Leistung im Job zu verbessern, werde zur Nebensache.

Spaß und gute Laune entstehen vor allem, wenn der Berufsalltag abwechslungsreich ist, erklärt Beck. Monotone oder sich wiederholende Tätigkeiten sollten daher nach Möglichkeit automatisiert werden. Der Experte empfiehlt außerdem, die Arbeit in Kleingruppen. Die Zusammenarbeit fördere Spaß und gute Laune.

Wer auch fachfremde Mitarbeiter dazu holt, könne zudem überraschende Erkenntnisse erwarten und insgesamt eine stärkere Verbundenheit im Betrieb erreichen.

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