Berlin (dpa/tmn) - Pflegekräfte sind hohen körperlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Nicht alle sind daher in der Lage, bis zur Rente in ihrem Beruf zu arbeiten.

Erhalten ältere Arbeitnehmer allerdings psychologische Unterstützung, scheinen sie besser mit den Herausforderungen ihres Berufes zurechtzukommen. Darauf weisen die Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) und die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) anlässlich einer Studie hin.

Forscher aus Heidelberg und Ulm hatten an vier deutschen Kliniken 115 Pflegekräfte für ihre Studie rekrutiert. Es handelte sich überwiegend um Frauen mit einem Durchschnittsalter von 52 Jahren. Die Hälfte von ihnen nahm an einem Präventionsprogramm teil, die andere Hälfte diente als Kontrollgruppe.

Die Teilnehmer des Programms kamen binnen drei Monaten acht Mal zusammen. Unter Anleitung eines Psychologen diskutierten sie etwa, wie man sich realistische Ziele setzt, welche Wege es für den Umgang mit Erschöpfung gibt und welche Vorteile generationenübergreifendes Arbeiten hat. Im Anschluss an das Programm gaben die Teilnehmer unter anderem an, dass sie abends besser abschalten könnten und weniger gereizt seien.

Studie