Husum (dpa/tmn) - Raucher leben gesünder. Zumindest in einer Hinsicht: Denn natürlich schadet die ständige Pafferei der Lunge und dem Körper insgesamt - die vielen kurzen Raucherpausen im Verlauf eines Arbeitstages sind aber eigentlich eine gute Idee.

"Nach 90 bis 100 Minuten Konzentration wird jedes Gehirn ineffizient", sagt Business-Coach und Mentaltrainerin Christina Kropp. Berufstätige sollten deshalb nicht nur die übliche Mittagspause machen, sondern etwa alle ein bis zwei Stunden eine Mini-Auszeit einschieben.

Lang muss die nicht sein: "Es reicht oft schon, wenn sie kurz mal vom Monitor wegrollen, durchatmen und Zitronen pressen", sagt die Expertin. Gemeint damit ist eine Übung, bei der man beide Fäuste ballt - eben so, als wollte man eine Zitrone auspressen. So werden beide Gehirnhälften aktiviert.

Ansonsten ist die ideale Mini-Pause eine Typfrage, genau wie bei der langen Mittagspause: Gesellige Menschen gehen am liebsten mit Kollegen in die Kantine - und verbringen dann auch die Mini-Auszeit am besten plaudernd in der Teeküche. Wer gerne seine Ruhe hat, zieht sich vielleicht aus dem hektischen Großraum in einen Nebenraum zurück oder geht kurz zum Durchatmen vor die Tür - so wie Raucher eben.