München (dpa/tmn) - Vergiftungen mit Blei sind heute kein großes Problem mehr - anders als früher. Es gibt aber nach wie vor Arbeitsplätze, an denen Berufstätige dem giftigen Schwermetall ausgesetzt sind, warnt die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM)

An Arbeitsplätzen - in Industrieanlagen zum Beispiel, in der Metallverarbeitung oder in Bleihütten - ist es einerseits wichtig, Schutzmasken und -kleidung zu tragen sowie Lüftungs- und Absaugvorrichtungen zu nutzen. Andererseits sollten Arbeitnehmer bedenken, dass Blei nicht nur über die Luft, sondern auch über den Magen-Darm-Trakt in den Körper gelangen kann. Hygiene ist in solchen Fällen daher besonders wichtig: Essen, Trinken und Rauchen zum Beispiel sollten dann am Arbeitsplatz absolut tabu sein.

Frühe Anzeichen für eine Belastung durch Blei sind zum Beispiel Appetitmangel und Abgeschlagenheit sowie chronische Darmbeschwerden. Langfristig kann das Schwermetall das Nervensystem schädigen, Blutarmut verursachen oder die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen.