Weinheim (dpa/tmn) - Stille Wasser können im Job durchaus erfolgreich sein. Denn Introvertierte sind nicht einfach nur ruhig - sie haben auch besondere Stärken, heißt es in der Zeitschrift "Psychologie heute" (Ausgabe 2/2018).

So bringen sie zum Beispiel mehr Geduld und besseres Konzentrationsvermögen mit als ihre extrovertierten Kollegen. Hinzu kommen unabhängiges und analytisches Denken sowie die Fähigkeit, sich schriftlich präzise auszudrücken.

Oft sind Introvertierte damit sogar die besseren Chefs: So neigen sehr extrovertierte Führungskräfte zum Beispiel zur Geldverschwendung. Introvertierte Menschen dagegen sind meist sehr vorsichtig und geben deshalb weniger aus. Außerdem sind sie aufmerksamer, wenn es darum geht, gute Ideen von Mitarbeitern zu erkennen und zu fördern.

Allerdings müssen sich eher ruhige Menschen darum kümmern, diese Stärken zur Geltung zu bringen - sonst werden sie schnell übersehen. Deshalb sollten Introvertierte sich auf Meetings zum Beispiel vorbereiten, indem sie sich die wichtigsten Ideen auf einem Zettel notieren und diese dann möglichst früh ins Gespräch einbringen. So glänzen stille Wasser auch in Situationen, in denen vorlaute Naturen eigentlich im Vorteil sind.