Von Conny Kaiser - Musikgiganten wie Herbert von Karajan, Kurt Masur und Sir Simon Rattle haben ihm ihre Referenz erwiesen. Zweifelsohne gilt der MDR-Rundfunkchor als einer der besten Klangkörper seiner Art in Europas. Seit 2015 steht er unter der Leitung des estnischen Dirigenten Risto Joost. Und der führt den Chor am Freitag, 7. Dezember, durch ein Programm, das zweifelsohne als ein kultureller Höhepunkten des Jahres in der Altmark gezählt werden darf und das ab 18 Uhr in der Stephanskirche Tangermünde geboten wird. "O König aller Völker" ist es überschrieben und beinhaltet internationale Weihnachtslieder, aber auch andere A-cappella-Werke aus der Renaissance und Romantik. Zudem werden die titelgebenden sieben Magnificat- Antiphonen (Wechselgesänge) zu Gehör gebracht. Sie stammen aus der Feder von Joosts Landsmann Arvo Pärt, der damit 1988 eins der wenigen zeitgenössischen Musikwerke für die sieben Tage vor Weihnachten geschaffen hat. Die 73 Sängerinnen und Sänger des MDR-Rundfunkchores, allesamt Profis, haben sich in den vergangenen Jahren auf solche Stücke spezialisiert, haben aber auch die klassische Chormusik nicht aus den Augen verloren. Der Klangkörper ist nicht nur der größte seiner Art beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk, sondern auch der älteste. Bereits 1946 wurde er gegründet und anschließend über Jahrzehnte durch seinen Leiter Herbert Kegel, einem der wichtigsten deutschen Dirigenten und Vater der Halbbrüder Uwe Hassbecker (Silly- Gitarrist) und Björn Casapietra (Tenor), geprägt. Der Chor, der auch regelmäßig mit dem MDR-Sinfonieorchester agiert, hat seinen Sitz in Leipzig. Dort gibt es auch die Tickets für das Tangermünde-Konzert, Telefon 0341/94 67 66 99. Sie kosten 22 und 16 Euro (ermäßigt).