UhrMichael Feindler ist nicht laut. Ihn als leise zu bezeichnen, wäre eben-so falsch. Dafür hallt das, was er auf der Bühne sagt, zu lange nach. Seit Jahren hält der Lyri-ker unter den Kabarettis-ten hartnäckig an der Behauptung fest, man dürfe dem Publikum ru-hig etwas mehr zutrauen – in Hinblick auf Denkleistung, Schmerzgrenze und Empnd-samkeit. Die Sprache ist seine Waffe, die Gesellschaft der Schleifstein, an dem er sie schärft. In seinem neuen Bühnenpro-gramm setzt sich Michael Feind-ler auf den Boden zwischen alle Stühle und testet, wie bequem es dort ist. Am Ende steht die Erkenntnis: Es kann uns nicht egal sein, ob eine Medaille zwei Sei-ten hat – selbst dann nicht, wenn wir nur die glänzende sehen.

„Jede gesellschaftliche Umwälzung braucht einen Revolutionsdich-ter. Den Dichter haben wir jetzt. Fehlt nur noch die Revolution.“, sagt kein Geringerer als der Politkabarettist Max Uthoff über den erst 29-jäh-rigen Michael Feindler.Karten sind in der Magdeburger Zwickmühle, Leiterstraße 2a erhältlich sowie telefonisch 0391/541 44 26 und online www.zwickmuehle.de