Mit seinem witzigen, geistvollen Wortspielen und Texten, die ernst klingen, doch manchmal weniger ernst gemeint sind, begeistert Friedhelm Kändler seit Jahrzehnten. Er kreierte den Lebensstil "Wowo" als Antwort auf den Dadaismus oder Dada, einer künstlerischen und literarischen Bewegung, die 1916 von verschiedenen Künstlern in Zürich, dann in Köln und Hannover begründet wurde. Im Wowoismus kombiniert er Sprachwitz und Pointenreichtum mit dem tieferen Sinn und Unsinn menschlicher Erfahrungen. Seine Arbeiten werden von verschiedenen Künstlern rezitiert, doch persönlich auf der Bühne ist er nur noch selten zu sehen. Einer seiner wenigen Auftritte führt ihn nach Goslar ins Kulturkraftwerk Harz Energie. "Ich wollte gern da auftreten, wo ich mich immer wohlfühlte und lange nicht war", erklärt Kändler seine persönliche Auswahl.


Mit den jungen Musikern der Heimatrosen hat er "die Musik seiner Eltern" gemacht: Schlagermelodien mit verqueren Texten, "die allerdings teils so gut gelungen sind, dass sie vom Publikum zu ernst genommen werden", wie er sagt. Auf der Bühne werden sich die Künstler höchstwahrscheinlich selbst überraschen. Denn Friedhelm Kändler wird von seiner Lust und Freude getrieben, Neues zu kreieren und auszuprobieren. Statt nur zu lesen - Kändler ist verwundert, dass es Menschen aushalten, wenn nur einer die ganze Zeit spricht -, hat er Spaß daran, mit jungen Menschen eigen-schräge WoWo-Schlager zu verwirklichen.
Das Ergebnis und viele weitere literarische, wowoistische, verwirrende und verwundernde Gedankengänge erleben die Gäste des Kulturkraftwerks live.

Karten gibt es an den bekannten Vorverkaufstellen