Wrestling verbindet Sport und Show. Weltweit erfreuen sich die Kämpfe großer
Beliebtheit. Mit einem Mix aus Action und Entertainment will das Spektakel "WWE live" am 15. Mai in der Magdeburger GETEC-Arena die Fans begeistern.
In den Ring steigt unter anderem der Wrestler Erick Rowan aus den USA. Im Biber-Interview spricht er über seinen Sport.

Biber: Wie sind Sie zum Wrestling gekommen?

Erick Rowan: Ich verfolge die WWE-Championships seit der Highschool. Schon als Kind habe ich es geliebt, die alten Wrestlemania-Teile aus den 80er Jahren anzuschauen. Ich war 2002 in einem Alter, in welchem ich etwas rebelliert habe. Da kam ein Wrestling-Kurs am College gerade recht. Als ich etwas besser wurde, habe ich an ein paar Wrestling-Shows in meiner Gegend teilgenommen und habe erste Kontakte zu Profis geknüpft. Das hat mich angespornt, und ich wollte besser werden, weshalb ich professionelle Trainingsstunden genommen habe. 2003 hatte ich dann mein Debüt und bin bis heute dran geblieben.

Biber: Was hat Sie zu Ihrer Schafsmaske, die Ihr Markenzeichen ist, inspiriert?
Erick Rowan: Am Anfang meiner Karriere wollte ich herausfinden, wer ich wirklich bin und wie ich mich im Ring geben möchte. Ich habe dazu viele verschiedene Masken ausprobiert, um meine Persönlichkeit zu verändern, darunter eine Schweins-, eine Hunde- und eben auch eine Schafsmaske. Ich habe letztere zu einem Fotoshooting für WWE mitgenommen, und seitdem gehört sie dazu. Und bei den Fans kommt sie auch gut an!

Biber: 2014 haben Sie den Preis für das "Match of the Year" gewonnen. Was macht das perfekte Match in Ihren Augen aus?
Erick Rowan: Für mich gibt es an sich erstmal kein perfektes Match. Ein Kampf wird gut, wenn die Zuschauer und Fans einem laut zujubeln und man spüren kann, dass sie richtig mitfiebern. Es kommt nicht auf den Einzelnen im Ring oder die Härte der Schläge an.

Biber
: Im Januar haben Sie die WWE-Championship mit einem veganen Gürtel präsentiert. Sie prangern damit die Verschwendung und die Zerstörung der Natur an. Verfolgen Sie auch einen veganen Lifestyle?
Erick Rowan: Ich mag Tofu! Es schmeckt wirklich gut. Dar-über hinaus versuche ich, so viel wie möglich zu recyceln. Aber um ehrlich zu sein: Niemand kann die Umweltprobleme für sich alleine angehen. Wichtig ist nur: Jeder hinterlässt seine Fußabdrücke auf dieser Erde, also sollten alle gut zu unserem Planeten sein, dann wird er auch gut zu uns sein.

Biber: Sind Sie jemals in einem Match verletzt worden, und wie sehen Sie die permanente Verletzungsgefahr beim Wrestling?
Erick Rowan: Wir können Schläge einstecken, aus dem Ring geworfen werden oder die Knöchel verdreht bekommen, aber wir werden dennoch auf höchstem Niveau weitermachen. Richtige Verletzungen haben zur Folge, dass du nicht mehr weitermachen oder das hohe Level nicht mehr halten kannst. Unglücklicherweise hatte ich schon die ein oder andere Operation, aber diese machen dich nur stärker und besser, da du aus diesen Erfahrungen für das nächste Match lernen kannst.

Biber: Wrestling ist sehr stark von Männern dominiert. Wie finden Sie den Trend, dass nun auch mehr Frauen in den Ring steigen?
Erick Rowan: Ich finde das großartig! Es ist gut für den Ruf von Wrestling, und die Shows werden besser, weil nun auch mehr Leute beteiligt sind und mehr Leute zuschauen.

Biber: Am 15. Mai werden Sie in der GETEC-Arena in Magdeburg kämpfen. Was ist das Besondere an den deutschen Fans?
Erick Rowan: In Europa und ganz speziell in Deutschland sind die Fans wirklich sehr laut. Es treibt uns an, eine bessere Performance im Ring abzuliefern, wenn man so eine Elektrizität in der Luft spüren kann. Deutsche Fans schaffen das besonders gut.

Biber: Welches Ziel möchten Sie in Ihrer Wrestling-Karriere noch erreichen?
Erick Rowan: Ich möchte mal eine Einzel-Meisterschaft gewinnen, egal ob US-, Universal- oder WWE-Championship. Das ist mein größtes Ziel!

Die Eintrittskarten für die Show "WWE Live" am 15. Mai sind bei biber ticket erhältlich.

 

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