Polizeieinsatz

Herrenloser Koffer sorgt am Magdeburger Hauptbahnhof für Aufregung

Ein herrenloser Koffer in einer S-Bahn hat am Magdeburger Hauptbahnhof für einen Polizeieinsatz gesorgt. Auch ein Sprengstoffspürhund kam zum Einsatz.

19.09.2021, 14:11
Wegen eines herrenlosen Koffers ist es auf dem Hauptbahnhof Magdeburg zu einem Polizeieinsatz gekommen.
Wegen eines herrenlosen Koffers ist es auf dem Hauptbahnhof Magdeburg zu einem Polizeieinsatz gekommen. Symbolfoto: dpa

Magdeburg (vs) . - Wegen eines herrenlosen Koffers ist es am Freitag, 17. September, am Hauptbahnhof zu einem Polizeieinsatz gekommen. Wie ein Sprecher am Sonntag informierte, wurde die Bundespolizei durch eine Kundenbetreuerin der Bahn über den Koffer in einer S-Bahn auf der Strecke Zielitz - Schönebeck informiert.

Der blaue Stoffkoffer lag im Zug in einer Gepäckablage oberhalb einer Sitzgruppe. Trotz mehrerer Durchsagen meldete sich kein Eigentümer. Nach Ankunft des Zuges am Hauptbahnhof Magdeburg wurden sowohl Teile des Zuges, als auch der betroffene Bahnsteig 2 vorsorglich geräumt und der Sprengstoffspürhund Nike kam mit seinem Diensthundeführer zum Einsatz.

Nike spürte den Nahbereich um das Gepäckstück sowie den Koffer selbst ab. Kurz darauf konnte sein Diensthundeführer Entwarnung geben, da Nike kein sprengstofftypisches Anzeigeverhalten zeigte. Daraufhin wurde der Koffer geöffnet. In ihm befanden sich neben persönlichen Gegenständen auch ein Hinweis auf den Eigentümer.

17-Jähriger holt seinen Koffer ab

Der durch die Bundespolizisten informierte 17-jährige Besitzer holte seinen Koffer in Begleitung eines Erziehungsberechtigten auf der Dienststelle ab. Der Zug konnte seine Fahrt fortsetzen. Durch die polizeilichen Maßnahmen kam es insgesamt zu sechs Minuten Verspätungen.

Da es immer wieder zu derartig gelagerten Sachverhalten kommt, appelliert die Bundespolizei erneut an alle Fahrgäste, das eigene Reisegepäck ständig im Blick zu behalten, bei sich zu führen und ganz besonders darauf zu achten. Neben einem möglichen Gepäckdiebstahl kann es sonst, wie im aktuellen Fall, zu einem Polizeieinsatz unter finanzieller Regressnahme des Verursachers kommen.