Alkohol und Drogenkonsum

Lebensgefährlicher Ausflug: Alkoholisierter Gleisläufer verursacht Zugverspätungen beim Bahnhof Magdeburg 

Am Freitag, den 2. Juli 2021 erhielt die Bundespolizei in Magdeburg gegen 23:15 Uhr die Mitteilung, dass sich eine anscheinend alkoholisierte Person im Bereich Schönebeck im Gleisbereich aufhalten und Richtung Magdeburg laufen soll.

Der Lokführer eines Güterzuges erkannte den Mann kurz vor dem Bahnhof Magdeburg Südost glücklicherweise rechtzeitig, hielt an und nahm ihn auf seinem Führerstand bis zum Hauptbahnhof Magdeburg mit.
Der Lokführer eines Güterzuges erkannte den Mann kurz vor dem Bahnhof Magdeburg Südost glücklicherweise rechtzeitig, hielt an und nahm ihn auf seinem Führerstand bis zum Hauptbahnhof Magdeburg mit. Archivfoto: picture alliance / dpa | Jens Wolf

Schönebeck, Magdeburg (ots) - Am Freitag, den 2. Juli 2021 erhielt die Bundespolizei in Magdeburg gegen 23:15 Uhr die Mitteilung, dass sich eine anscheinend alkoholisierte Person im Bereich Schönebeck im Gleisbereich aufhalten und Richtung Magdeburg laufen soll.

Unverzüglich begab sich eine Streife zum Ereignisort und begann mit der Suche nach dem Gleisläufer. Zudem wurden die Züge über die Notfallleitstelle angehalten, auf Sicht und dementsprechend langsam zu fahren. Der Lokführer eines Güterzuges erkannte den
Mann kurz vor dem Bahnhof Magdeburg Südost glücklicherweise rechtzeitig, hielt an und nahm ihn auf seinem Führerstand bis zum Hauptbahnhof Magdeburg mit.

23-Jährige versucht bei Kontrolle zu flüchten

Nach der Ankunft des Zuges versuchte sich der 23-jährige Gleisläufer der Identitätsfeststellung durch die Bundespolizei durch Flucht zu entziehen, was ihm allerdings nicht gelang. Er wurde zur Dienststelle mitgenommen und durchsucht. Dabei fanden die Bundespolizisten seinen Ausweis. Zudem wurde ein Atemalkohol- sowie ein Drogentest durchgeführt.

Im Ergebnis wurden 0,63 Promille und der Konsum von  Amphetaminen angezeigt. Der Deutsche wurde eindringlich über
die Gefahren im Bahnbereich belehrt, in die er sich unbedacht begeben hatte. Ihn erwartet eine Ordnungswidrigkeitsanzeige wegen des unerlaubten Aufenthaltes im Gleis. Durch den polizeilichen Einsatz hatten insgesamt 11 Züge 148 Minuten Verspätung, was für den Mann noch zivilrechtliche Konsequenzen haben kann.