Polizei

Maskenverweigerer bedrohen und beleidigen Polizisten und Bahnmitarbeiter an den Bahnhöfen in Merseburg und Halle

Keinen leichten Job hatten Polizeibeamte am Wochenende mit zwei rentitenten Maskenverweigerern an den Bahnhöfen in Merseburg und Halle. 

Viel Arbeit für die Polizei, weil sich zwei Männer in Sachsen-Anhalt nicht an die Maskenpflicht an Bahnhöfen halten wollten. 
Viel Arbeit für die Polizei, weil sich zwei Männer in Sachsen-Anhalt nicht an die Maskenpflicht an Bahnhöfen halten wollten.  Symbolfoto: Arne Dedert/dpa

Merseburg/Halle (vs) - Ein rentitenter Maskenverweigerer bescherte der Polizei am Bahnhof in Merseburg am Sonnabend (5. Juni) eine Menge Arbeit und auch Ärger. Gegen 12.35 Uhr wurde der 33-Jährige am Bahnhof von Sicherheitsmitarbeitern auf seinen fehlenden Mund-Nasen-Schutz angesprochen. Das reichte aus, um den Mann völlig in Rage zu bringen.

Der 33-Jährige riss an der Schutzweste des Bahnmitarbeiters. Als dieser sich gegen den Übergriff wehrte, bekam er noch einen Schlag mit der Faust auf die Brust ab. Dann stürmte der Randalierer aus dem Bahnhofsgebäude und trat dabei noch gegen eine Automatiktür, sodass eine Scheibe zu Bruch ging.

Daraufhin wurde die Polizei alarmiert. Auf dem Bahnhofsvorplatz ließ der Mann dann seine Aggressionen "verbal an Passanten und körperlich an Sitzbänken und Straßenlaternen" aus, berichtet die Polizei am Montag. Als Beamte der Bundespolizei den Randalierer etwa 200 Meter vom Bahnhof entfernt antrafen, wurden sie zudem beleidigt. Weil der 33-Jährige weiter Widerstand leistete, bekam er Handschellen angelegt. Er war betrunken. Nach einer Untersuchung von einem Notarzt, wurde er von Bundespoliziste nach Hause gebracht. "Diese Fahrt wird ihm in Rechnung gestellt", berichten die Beamten weiter. 

Den Mann erwarten nun Strafanzeigen wegen Beleidigung, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Widerstandes gegen und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte. Zudem werde der Verstoß gegen die Pflicht des Tragens des Mund-Nasen-Schutzes angezeigt.

Polizisten auch in Halle beleidigt

Wüste Beschimpfungen mussten sich Beamte der Bundespolizei auch am Sonntag (6. Juni) am Bahnhof in Halle anhören. Gegen 11.15 Uhr hatten die Polizisten einen Mann angesprochen, der ebenfalls keine Maske trug. Daraufhin machte der 20-Jährige den Beamten deutlich, "dass er keine Maske aufsetzen wird und drohte unter anderem damit, den Bahnhof niederzubrennen". Es folgten Drohungen und Beleidigungen gegen die Polizisten.

Als dann seine Personalien aufgenommen werden sollten, versuchte der Mann zu fliehen. Auch er musste von den Beamten festgehalten und gefesselt werden. Ihn erwarten nun ebenfalls mehrere Verfahren wegen Bedrohung, Beleidigung sowie der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten. Dazu kommt eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen die Pflicht des Tragens eines Mund-Nasen-Schutzes und ein Platzverweis für den Hauptbahnhof Halle.