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Schlechtes Gewissen? 32-Jähriger stellt sich in Halle nach offenem Haftbefehl selbst

Einem 32-Jährigen plagte am Montag wohl das schlechte Gewissen: Der Mann befand sich am Hauptbahnhof Halle und sprach dort die Polizei an. Er gab den Beamten zu verstehen, dass er von der Polizei gesucht werde, was auch stimmte.

Am Hauptbahnhof in Halle sprach ein 32-Jähriger die Polizei an und sagte, dass nach ihm gesucht wird.
Am Hauptbahnhof in Halle sprach ein 32-Jähriger die Polizei an und sagte, dass nach ihm gesucht wird. Foto: Silivio Kison/Symbolbild

Halle (vs) - Einem 32-Jährigen schien wohl schon länger das schlechte Gewissen geplagt zu haben: Im Bereich des Hauptbahnhofs Halle sprach er am Montagvormittag eine Polizeistreife an und sagte den Beamten, dass er von der Polizei gesucht werde.

Nach der Feststellung seiner Identität stellte sich heraus, dass nach dem 32-Jährigen tatsächlich gefahndet wird. Er wurde am 1. März dieses Jahres vom Landgericht Dessau wegen der Beihilfe eines Raubes zu einem Jahr und knapp drei Monaten Haft verurteilt - bereits am 28. April wurde ihm die Ladung zum Haftantritt zugestellt.

Wie die Polizei schriftlich mitteilt, hatte er diese sogar dabei und zeigte sie den Beamten. Doch da der Mann der Ladung nicht nachkam, wurde am 27. Mai Haftbefehl gegen ihn erlassen. Der 32-Jährige wurde festgenommen und an die Justizvollzugsanstalt Halle übergeben.