Encrochat

Drogenhandel bis zu 35 Kilogramm : Schönebecker vor Gericht

Erneut ein sogenannter Encrochat-Prozess: Diesmal muss sich ein Schönebecker wegen Drogenbesitzes verantworlichen.

Rund 35 Kilogram Drogen sind kein Kavaliersdelikt.
Rund 35 Kilogram Drogen sind kein Kavaliersdelikt. Symbolfoto: dpa

Schönebeck (ok) - Ein Schönebecker muss sich ab Ende des Monats vor dem Magdeburger Landgericht verantworten. Dem 31-jährigen Mann werden insgesamt acht Straftaten vorgeworfen, die er im Zeitraum März 2020 bis März 2021 mit einem anderen Mann begangen haben soll. Das teilte gestern Christian Löffler, Pressesprecher und Richter am Landgericht, mit.

Beide Männer sollen in Magdeburg-Ottersleben ein Lager für Betäubungsmittel unterhalten haben, über das sie mit Kokain im 100-Gramm-Bereich und Marihuana bis hin zu 35 Kilogramm gehandelt haben sollen.

Bei der Durchsuchung des Lagers am 19. März 2021 sollen rund 9,3 Kilogramm Marihuana, 3,3 Kilogramm Kokain, 7,8 Kilogramm Amphetamine, 9,5 Kilogramm Ecstasytabletten und rund 500 Gramm Methamphetamine in zwei Tresoren gefunden worden sein. Zudem soll die Polizei eine halbautomatische Pistole gefunden haben.

Mehrere Encrochat-Prozesse

Die Kommunikation zwischen den Angeklagten und anderen Beteiligten soll im Wesentlichen über den sogenannten Kryptomessengerdienst „Encrochat“ gelaufen sein.

Der Prozess soll bis September fortgeführt werden. In einem ersten Encrochat-Prozess wurden am 2. Juli zwei Männer wegen Drogenhandels und Waffenbesitzes zu Haftstrafen von neun und sieben Jahren verurteilt. Ähnliche Strafen sind auch in diesem Fall möglich.