Kriminalität

Vorsicht Abzocke: Im Salzland auf WhatsApp-Betrüger hereingefallen

Auf eine von Betrügern versandte falsche Nachricht im Messenger-Dienst WhatsApp ist eine Frau aus dem Salzland hereingefallen. Die Polizei warnt.

23.09.2022, 11:24
Vorsicht Abzocke: Wer nicht aufpasst, fällt auf Betrüger herein, die sich über Messenger-Nachrichten melden, vorgeben zur familie zu gehören. Sie seien in eiuner Notlage und benötigen ganz schnell Geld, viel Geld.
Vorsicht Abzocke: Wer nicht aufpasst, fällt auf Betrüger herein, die sich über Messenger-Nachrichten melden, vorgeben zur familie zu gehören. Sie seien in eiuner Notlage und benötigen ganz schnell Geld, viel Geld. Foto: Marco2811 – stock.adobe.com

Schönebeck/Staßfurt (vs) - Auf eine von Betrügern versandte falsche Nachricht im Messenger-Dienst WhatsApp ist eine Frau aus dem Salzland hereingefallen. Sie überwies mehrere tausend Euro. Die Salzland-Polizei ermittelt in dem Fall und warnt dringendst, nicht gutgläubig und viel vorsichtiger zu sein.

Was war passiert? Am Donnerstag wurde eine 63-Jährige Opfer von Betrügern. Sie erhielt am Nachmittag plötzlich eine WhatsApp Nachricht. Sie sollten von ihrem Sohn sein. Wortlaut: „Ich kann keine elektronischen Überweisungen tätigen, da ich eine neue Telefonnummer habe, meine neue Nummer 491551******6. Ich muss vor 5 Uhr meine Beträge bezahlen. Es sind 2779,52 Euro, die kann ich dir morgen zurückzahlen. Ich muss es heute noch bezahlen.“ Dann sollte noch eine zweite Überweisung getätigt werden im Wert von 1689,65 Euro. Die Frau überwies laut Polizei beide Beträge an die jeweiligen Konten in Litauen.

Am Freitag erfuhr sie laut Polizei von ihrem Sohn, dass diese Nachrichten nicht von ihm waren und erstattete Anzeige. Diese perfide Betrugsmasche ist seit einiger Zeit leider immer wieder erfolgreich.

Die Salzland-Polizei bittet eindringlich bestimmte Vorkehrungen zu treffen, um nicht auf derartige Betrügereien hereinzufallen und Schaden zu erleiden. Dazu zählen

•Vereinbaren Sie mit Ihren Angehörigen Codewörter für sensible Telefonate und Chats.

•Sollten Sie von einer unbekannten Nummer kontaktiert werden, speichern Sie die Nummer nicht automatisch ab.

•Löschen Sie keinesfalls den Chatverlauf - die Kripo braucht ihn, um ermitteln zu können.

•Rufen Sie bei der Ihnen bekannten „alten“ Nummer an.

•Wenn Sie niemanden erreichen: Fragen Sie den Absender nach Dingen, die nur der echte Sohn/die echte Tochter wissen können. Zum Beispiel: Wie hieß unser erster Hund?

•Seien Sie bei Forderungen nach Geldüberweisungen über WhatsApp und andere Messangerdienste äußerst misstrauisch.

•Falls Sie nach einer Aufforderung bereits Geld überwiesen haben, nehmen Sie sofort Kontakt zu Ihrer Bank auf und veranlassen Sie eine Rücküberweisung.

•Stellt sich heraus, dass es sich um einen Betrug handelt, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

•Sollte sich Ihre Telefonnummer tatsächlich einmal ändern, teilen Sie dies am besten persönlich mit.