Gefährlicher spielplatz

Lebensgefahr: Kinder spielen in Könnern auf Güterwagons

Am Montagnachmittag wurden die Einsatzkräfte der Bundespolizeiinspektion Magdeburg an den Bahnhof in Könnern gerufen. Der Grund: vier Kindern sollen auf Güterwagons herumgetollt sein. Die Beamten fuhren sofort und mit Blaulicht los.

Güterzüge sind aus Sicht der Polizei kein Spielplatz.
Güterzüge sind aus Sicht der Polizei kein Spielplatz. Foto: dpa/ Uli Deck

Könnern (vs) - Am Montag, den 17. Mai, wurde die Bundespolizeiinspektion Magdeburg gegen 13:50 Uhr durch die Leitstelle der Abellio-Bahn über mehrere Kinder auf dem Bahnhof Könnern informiert. Nach Mitteilung von Zeugen sollen sich die Kinder auf den dort abgestellten Güterwaggons aufgehalten und gespielt haben.

Sofort fuhren Streifen der Landes- und Bundespolizei mit Blaulicht und Martinshorn den Gefahrenort an. Vor Ort wurden ein elfjähriges Mädchen und drei Jungen im Alter von 8, 11 und 12 Jahren angetroffen. Glücklicherweise war ihnen auf ihrem lebensgefährlichen "Spielplatz" nichts passiert.

Eltern wurden informiert

Die Beamten belehrten die Kinder eindringlich über die Lebensgefahr, in die sie sich mit ihrem unüberlegten Handeln begeben hatten. Die Erziehungsberechtigten wurden informiert und drei der Kinder wurden direkt am Bahnhof abgeholt. Ein Kind wurde von den Beamten nach Hause gebracht und an die Erziehungsberechtigten übergeben. Diese wurden über das Geschehen unterrichtet und ebenfalls belehrt.

In diesem Zusammenhang apelliert die Bundespolizei, dass Bahnanlagen keine Spielplätze sind. Die Kinder würden sich mit ihrem Handeln in Lebensgefahr begeben, denn Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft sehr spät wahrgenommen werden. Außerdem ginge von den vorbeifahrenden Zügen eine enorme Sogwirkung aus, die ebenfalls zu gravierenden, wenn nicht sogar tödlichen Unfällen führen könnte. Die Bundespolizei bittet darum, dass Erziehungsberechtigte ihre Kinder wiederholt auf die Gefahren hinweisen.