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Leichtsinn: Mann "spaziert" auf Bahngleisen auf Streckenabschnitt Stendal - Rathenow

Dieser "Spaziergang" war leichtsinnig und gefährlich: Mehrere Lokführer bemerkten am Nachmittag des Pfingstmontags eine Person, die die Gleise an der Strecke Hannover - Berlin, im Bereich Stendal - Rathenow vor den Zügen mehrfach überquerte. Trotz der gefährlichen Situation konnte ein Unglück verhindert werden.

Ein Mann "spazierte" am Pfingstmontag im Bereich Stendal - Rathenow auf den Bahngleisen und begab sich damit in Lebensgefahr.
Ein Mann "spazierte" am Pfingstmontag im Bereich Stendal - Rathenow auf den Bahngleisen und begab sich damit in Lebensgefahr. Foto: Georg Hochmuth/APA/dpa/Symbolbild

Stendal/Rathenow (vs) - Mehrere Lokführer bemerkten am Nachmittag des Pfingstmontags eine Person, die im Gleisbereich der Bahnstrecke Hannover - Berlin, im Abschnitt Stendal - Rathenow die Bahngleise vor den Zügen überquerte. Die Bundespolizeiinspektion Magdeburg wurde deswegen durch die Notfallleitstelle der Bahn gegen 17:15 Uhr informiert, wie die Polizei in einer Pressemitteilung bekannt gab.

Bahnstrecke wurde gesperrt

Betroffen waren die Lokführer eines ICE und eines Güterzuges, die deshalb entsprechende Warnsignale abgaben. Die nachfolgenden Züge wurden ebenfalls über die Gefahrensituation in Kenntnis gesetzt. Sie fuhren deswegen entsprechend langsamer und vorsichtiger. Um 17:42 Uhr wurde die Strecke gesperrt.

Im Bereich Schönhausen fand die Polizei dann neben der Bahnstrecke einen 32-jährigen Mann vor, auf dem die zuvor durchgegebene Personenbeschreibung der Lokführer passte. Der Mann mit tschechischer Staatsangehörigkeit wurde durch die Beamten aus dem Gefahrenbereich gebracht. Der 32-Jährige gab an, nach Rathenow und von da aus nach Berlin zu wollen. Der "Spaziergänger" wurde von den Polizisten über sein gefährliches und leichtsinniges Verhalten belehrt.

Der Mann wurde anschließend von den Beamten zu einem Lkw-Rastplatz an der Bundesstraße in Wust gebracht. Durch den Vorfall verspäteten sich 16 Züge.