Dresden (dpa) - Die französische Star-Pianistin Hélène Grimaud (49) hält den Schutz von Wölfen nach wie vor für unverzichtbar.

Solange die Population dieser Tiere noch nicht wieder ein Niveau erreicht habe, "wo ein Überleben aus sich selbst heraus gesichert ist, müssen die Wölfe geschützt werden, und es muss ein striktes Abschussverbot geben", sagte sie vor ihrem Konzert bei den Dresdner Musikfestspielen den "Dresdner Neuesten Nachrichten" (Freitag).

Erst wenn dieses Niveau erreicht sei, "ist auch der Verlust eines einzelnen Tieres zu verschmerzen, das den Menschen zu nahe kommt". Das Engagement für die Umwelt sollte etwas Grundsätzliches, "ja ein Allgemeingut", sein. Schon in Schulen müsse dafür ein Bewusstsein geschaffen werden. "Geht es doch um den Erhalt unserer Schöpfung für künftige Generationen, für unsere physische wie psychische Gesundheit, für unser emotionales wie spirituelles Wohlbefinden", sagte Grimaud.

Die weltbekannte Klassik-Musikerin und engagierte Naturschützerin betreibt im US-Bundesstaat New York ein Zentrum zur Rettung und Aufzucht wild lebender Wölfe. Grimaud gibt Konzerte zuweilen auch vor Bildern von diesen Schützlingen und beschrieb in ihrer Autobiografie "Wolfssonate" die tiefe Verbindung zu den Tieren.