Cottbus (dpa) - Der politische Dialog in Osteuropa ist das zentrale Thema des 28. Filmfestivals Cottbus. Vom 6. bis 11. November sind 220 Filme unter anderem von russischen, mazedonischen, kasachischen und albanischen Filmemachern und Regisseuren zu sehen.

Das Festival wolle die Vielfalt Osteuropas zeigen und stemme sich gegen die Polarisierung des politischen Diskurses unter dem Einfluss des Populismus, sagte Programmdirektor Bernd Buder. "Hier werden Vorurteile wegdiskutiert und auf Augenhöhe über Ähnlichkeiten und Unterschiede von Weltsichten aus Ost und West geredet."

"Das Filmfestival Cottbus nimmt seine Verantwortung als Dialogplattform wahr – und das an einem Ort, wo Positionen unversöhnlich scheinen", sagte Buder mit Blick auf die ausländerfeindlichen Demonstrationen in Cottbus. Eine der Stärken des osteuropäischen Films sei es, zwischen den Zeilen zu diskutieren und gesellschaftliche Gewissheiten infrage zu stellen.

Eine ursprünglich geplante Hommage für den ungarischen Filmregisseur István Szabó musste dagegen auf kommendes Jahr verschoben werden. Szabó sei mit Arbeiten zu einem aktuellen Film beschäftigt, hieß es dazu von den Organisatoren. Der 80-jährige Regisseur ("Mephisto") ist Ehrenpräsident des Cottbuser Filmfests, das auf osteuropäische Filme spezialisiert ist.

Alljährlich zieht es mehr als 20 000 Besucher zu den Filmtagen an mehreren Spielorten in Cottbus.

Filmfestival Cottbus