Toronto (dpa) - Der kritische US-Filmemacher Michael Moore ist mit einem neuen Dokumentarfilm zurück: In "Fahrenheit 11/9" zeichnet der Regisseur Donald Trumps Aufstieg zum US-Präsidenten nach und nimmt das gesamte politische System der USA ins Visier.

Nach der Weltpremiere des Films beim 43. Toronto International Film Festival (TIFF) in der Nacht zum Freitag (Ortszeit) bat Moore für Fragen aus dem Publikum Überlebende des Schulamoklaufs in Parkland (Florida) auf die Bühne.

"Nachdem wir das, was nun Teil unserer Geschichte ist, auf der Filmleinwand gesehen haben, wird noch viel klarer: Es muss sich viel ändern, es muss viel passieren, und vieles muss besser werden", sagte Parkland-Schüler Ryan Deitsch. Moore erinnerte daran, dass die Parkland-Kinder ihm während der Dreharbeiten gesagt hätten: "Wir sind die Generation der Massenschützen." Auf einen Zuruf aus dem Publikum, der die Schüler als "Generation der Hoffnung" bezeichnete, sagte Moore: "Nein, Hoffnung, das war damals mit Obama. Was wir jetzt brauchen, ist eine Generation der Aktion."

Im Jahr 2004 hatte Moore den Film "Fahrenheit 9/11" veröffentlicht, der sich mit der Präsidentschaft von George W. Bush und dem Krieg gegen den Terror auseinandersetzt. Beim diesjährigen Festival in Toronto werden insgesamt 342 Filme aus 83 Ländern gezeigt, darunter über 138 Weltpremieren. Anstatt einer Jury wählt beim TIFF das Publikum den Gewinnerfilm, der am 16. September bekannt gegeben wird.

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