Hamburg (dpa) - Der Kölner Boxweltmeister Manuel Charr will künftig wieder seinen Geburtsnamen tragen.

"Ich heiße Mahmoud Charr seit meiner Geburt und ich will ab sofort und in aller Zukunft mit meinem richtigen Namen in den Ring gerufen werden. Mir ist klar geworden, dass der Name Manuel nicht meine Identität widerspiegelt", teilte der WBA-Champion im Schwergewicht mit.

Er sei multinational, sagte Charr. Er fühle sich sowohl als Deutscher als auch als Syrer und Libanese. "Ich liebe meine Herkunft und meine deutsche Heimat, aber vor allem stehe ich zu dem, was und wer ich bin." Charr wurde im Oktober 1984 in Beirut als Sohn eines Syrers geboren und kam im Alter von fünf Jahren nach Deutschland.

Der Profiboxer wird nach seinem Sieg über den Russen Alexander Ustinow im November 2017 als regulärer Weltmeister der WBA geführt. Ihm übergeordnet ist der WBA-Superchampion Anthony Joshua aus Großbritannien. Zusätzlich führt der Verband den sogenannten Goldchampion Joe Joyce aus Großbritannien und den Interimschampion Trevor Bryan aus den USA.

Charr war zwischenzeitlich wegen Dopingverdachts gesperrt. Wegen eines Verfahrensfehlers wurde die Sperre aufgehoben. Der 34 Jahre alte Boxer wartet auf seinen nächsten Kampf.

Kampfrekord Charr