Jekaterinburg (dpa) - Deutschlands Amateur-Boxer kehren von den Weltmeisterschaften im russischen Jekaterinburg ohne Medaille zurück.

Als letzter des ursprünglich achtköpfigen Aufgebotes des Deutschen Boxsport-Verbandes (DBV) schied Superschwergewichtler Nelvie Tiafack aus. Der 20 Jahre EM-Dritte aus Köln unterlag im Viertelfinale Vizeweltmeister Kamschybek Kunkabajew aus Kasachstan mit 0:5 nach Punkten.

WM-Debütant Tiafack lieferte gegen den haushohen Favoriten eine beherzte Vorstellung ab. Wirklich in Verlegenheit bringen konnte er den Kasachen jedoch nicht. Der sieben Jahre, ältere wesentlich routiniertere Kunkabajew kontrollierte das Geschehen im Ring jederzeit souverän und hatte bei allen Punktlichter jede Runde für sich.

Die DBV-Boxer sind damit zum dritten Mal in der Geschichte der seit 1974 ausgetragenen Amateur-Weltmeisterschaften ohne Medaille geblieben. Zuvor war dies 2007 in Chicago und 2015 in Doha der Fall. Die Titelkämpfe in Jekaterinburg sind kein Qualifikationswettkampf für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio.

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