Stadthagen (dpa) - Die Hamburger Comic-Zeichnerin Isabel Kreitz hat den mit 10.000 Euro dotierten Wilhelm-Busch-Preis erhalten. Die 52-Jährige zählt zu den bekanntesten deutschen Comic-Autorinnen.

Ihre Graphic Novels zu den Kinderromanen von Erich Kästner seien stilbildend geworden, teilte die Schaumburger Landschaft mit - der Verband vergibt die Auszeichnung jedes Jahr gemeinsam mit der Stiftung Sparkasse Schaumburg und den "Schaumburger Nachrichten". Frühere Preisträger sind Robert Gernhardt, F. W. Bernstein sowie vor zwei Jahren Ralf König.

Anlässlich der Preisverleihung in Stadthagen zeigt das Wilhelm-Busch-Geburtshaus in Wiedensahl bis zum 5. April eine Ausstellung mit Kreitz' Werken. Im Zentrum steht dabei das Miteinander von Menschen - zum Beispiel unter Jugendlichen auf St. Pauli in den 40er Jahren. Zudem hat Isabel Kreitz aus Kästners fantasiereichem Kinderroman "Der 35. Mai" eine Bildergeschichte gemacht. Zu Busch-Gedichten erstellte sie Tuschezeichnungen.

Wilhelm Busch (1832-1908) wurde mit seinen satirischen Bildergeschichten wie "Max und Moritz" schon zu Lebzeiten berühmt. Geboren wurde der Künstler in Wiedensahl im Landkreis Schaumburg, in Ebergötzen bei Göttingen verbrachte er fünf Jahre seiner Kindheit. Dort können Besucher die Wilhelm-Busch-Mühle besichtigen.

Wilhelm Busch Geburtshaus

Isabel Kreitz