Jerusalem (dpa) - Das Thema Migration ist ein Schwerpunkt des diesjährigen Internationalen Literaturfestivals, das am Sonntag in Jerusalem beginnt. Bei dem Festival (12. bis 16. Mai) sind viele Autoren zu Gast, die ihre Heimat verlassen haben und heute in anderen Ländern leben und schreiben.

Themen des Festivals sollen Flüchtlingsgeschichten und das "Umherirren" in einer weiten globalisierten Welt sein, wie es in einer Mitteilung der Veranstalter heißt. Es sollen Geschichten über Liebe und Mitgefühl, Beziehungen und Trennungen im Zeitalter von MeToo erzählt werden.

Die Autoren kommen unter anderem aus den USA, Syrien, Frankreich, Argentinien, Singapur und Nigeria. Die in der Ukraine geborene und in Deutschland aufgewachsene Lana Lux ("Kukolka") nimmt an drei Podiumsdiskussionen teil.

Dabei geht es unter anderem um die populistische Debatte über Flüchtlingsthemen in Medien und Gesellschaft und wie diese sich in der Literatur widerspiegelt. An der Diskussion beteiligen sich auch der israelische Schriftsteller Itamar Orlev, der heute in Berlin lebt, und der Syrer Ahmad Danny Ramadan, der in Kanada lebt.

Die amerikanische Autorin Joyce Carol Oates (80) wird zu Beginn des Festivals mit dem diesjährigen Jerusalem-Preis ausgezeichnet. Der mit 10 000 Dollar (rund 8800 Euro) dotierte Preis gilt als Israels höchste literarische Auszeichnung für Autoren aus dem Ausland. Zudem wird es eine Veranstaltung zu Ehren des 2018 verstorbenen israelischen Schriftstellers Amos Oz in Form einer Diskussion geben, an der unter anderem seine Tochter Fania Oz-Salzberger teilnehmen wird.

Internationales Literaturfestival