Berlin (dpa)- Unter Lateinamerikas Literaten ist Pablo Neruda (1904-1973) einer der ganz Großen. 1971 erhielt der Autor des "Canto General" (Der große Gesang) den Literaturnobelpreis, und auch fast 45 Jahre nach seinem Tod ist der Chilene unvergessen.

Der Deutsche Kunstverlag lässt in einem kleinen Bildband nun Nerudas Leben Revue passieren, der Berliner Schriftsteller Hans Christoph Buch schrieb den Text dazu.

Die Bilder zeigen Neruda als jungen Diplomaten in Südostasien, auf späteren Reisen durch Europa und Amerika, an der Seite des chilenischen Präsidenten Salvador Allende oder bei einer Begegnung mit dem damaligen FDJ-Chef Erich Honecker 1951. Auch Nerudas drei Ehefrauen und sein Haus am Ozean werden porträtiert.

Buch beschreibt den Kommunisten Neruda als einen Mann, der einerseits peinliche Lobeshymnen auf Stalin schrieb, der andererseits aber auch ein Bonvivant mit der Fähigkeit zur Selbstironie und einem Sinn für Humor war. "Er war einfach ein großartiger Dichter und für viele eine Stimme der Weltliteratur", sagt Buch.

- Hans Christoph Buch: Pablo Neruda. Deutscher Kunstverlag, Berlin, 80 Seiten mit 54 Schwarzweiß- und Duplexabbildungen, 21x28 cm, 22,00 Euro, ISBN 978-3-422-07368-5.