Reinbek (dpa) - Es ist das Jahr 1925, die Weimarer Republik befindet sich in ihrer kurzen Scheinblüte. Ilka Bischop, eine junge Journalistin aus Berlin, stößt auf ein brisantes Geheimnis.

Entgegen den Bestimmungen des Versailler Vertrages werden in der Sowjetunion deutsche Militärflieger ausgebildet. Ihr Informant kommt kurz darauf bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Ilka glaubt an keinen Zufall und entdeckt, dass der Tote eine homosexuelle Verbindung mit einem Architekten in Hamburg pflegte. Dieser wird kurz darauf tot aufgefunden. Ilka gerät bei ihren Recherchen in eine gefährliche Mixtur aus Verschwörern und Geheimdiensten.

Boris Meyn führt seine historische Krimireihe um die Hamburger Familie Bischop mit "Fememord" erfolgreich fort. Kenntnisreich lässt er den Leser in die einzigartige Kultur der Weimarer Republik eintauchen. Zeitgeist, Lebensstil, Mode, Architektur, Film, Literatur und Politik, so ziemlich alles, was die 1920er Jahre so besonders machten, wird mit einer spannenden Krimihandlung verwoben.

- Boris Meyn: Fememord, Rowohlt Verlag, Reinbek, 240 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-499-29053-4.