München (dpa) - Glück gehabt könnte man sagen, wenn man sich die Karriere mancher Promis oder Wirtschaftsführer ansieht.

Bill Gates etwa sieht sein Leben selbst als eine "unglaubliche Abfolge von glücklichen Zufällen". So hatte er als Jugendlicher einen "besseren Zugang zu Softwareentwicklung als wohl jeder andere zu dieser Zeit".

Oder Al Pacino. Der Schauspieler verdankte seine Hollywood-Karriere einer wundersamen Hauptrolle in "Der Pate". Doch nur wenige sind so ehrlich wie Gates, stellt der Wirtschaftswissenschaftler Robert H. Frank in seinem Buch "Ohne Glück kein Erfolg" fest. Noch immer beruhe der Mythos der Leistungsgesellschaft darauf, den Erfolg als alleiniges Ergebnis von Arbeit und Fleiß zu sehen.

Die Rolle von Zufall oder Glück werde konsequent geleugnet oder unterschätzt. Frank geht der spannenden Frage nach, warum das so ist und welche Folgen das für unsere Gesellschaft hat. Ein kritisches, dabei gut verständliches Buch eines renommierten US-Wirtschaftswissenschaftlers.

Robert H. Frank: Ohne Glück kein Erfolg. Der Zufall und der Mythos der Leistungsgesellschaft, dtv, München, 224 Seiten, 20,00 Euro, ISBN 978-3-423-28147-8.