Berlin (dpa) – Einen neuen Start ins Leben versucht Konstantin Neumann, die Hauptfigur in Die Flucht der blauen Pferde von Sabine Schulze Gronover. Gerade aus dem Gefängnis entlassen, ist er in ein ruhiges Mietshaus in Münster gezogen.

Kontakt hat er nur zu seiner Schwester. Er ist noch dabei, sich in seiner neuen Umgebung zu orientieren, als im Hausflur eine Tote gefunden wird. Schon aus Sorge um die eigene Sicherheit engagiert sich Neumann bei der Suche nach dem Täter. Da taucht auf einmal eine überraschende Spur in Richtung NS-Raubkunst auf. Hat der alte Mann, der im Erdgeschoss von Konstantins Haus lebt, etwas mit dem Verschwinden des legendären Gemäldes Der Turm der blauen Pferde von Franz Marc am Ende des Zweiten Weltkriegs zu tun? Schulze Gronover gelingt es, einen modernen Kriminalfall geschickt mit dem Thema Raubkunst zu verbinden und dabei auch noch mit Spannung zu unterhalten.


Sabine Schulze Gronover: Die Flucht der blauen Pferde. Emons Verlag, Köln, 314 Seiten, 10,90 Euro, ISBN 978-3-95451-724-4