Berlin (dpa) - Fantasie und Kreativität bieten Künstlern jeglicher Couleur die Möglichkeit, in ihren Werken Welten zu erschaffen, die sich von derjenigen unterscheiden, in der wir leben. Solche alternativen Welten finden sich in allen Epochen, aus denen Geschichten überliefert sind.

Die Amerikanerin Laura Miller hat nun eine sehr attraktive Übersicht über fast 4000 Jahre Fantasiewelten in der Literatur zusammengestellt. Angefangen mit dem Gilgamesch-Epos aus dem klassischen Babylon bis hin zu einem Roman von Salman Rushdie aus dem Jahr 2015 zeigt das Buch in insgesamt 100 Kapiteln die "Wunderwelten" von Geschichten, die über die alltägliche Realität hinausgehen.

Stets begleitet von Bildern aus Buchillustrationen oder Verfilmungen sowie Autorenporträts, wird eine große Bandbreite fantastischer Literatur vorgestellt. Die meisten Erzählungen stammen aus dem englischsprachigen Kulturkreis, aber auch andere finden Beachtung. Von "König Arthur und den Rittern der Tafelrunde" über "Alice im Wunderland" und "1984" bis hin zu den "Tributen von Panem" liefert "Wonderlands" einen ebenso informativen wie unterhaltsamen Überblick über die Bereiche, die die literarische Fantasie gewonnen hat.

- Laura Miller (Hg.): Wonderlands. wbg Theiss Verlag, Darmstadt, 320 Seiten, Euro 28,00, ISBN 978-3-8062-4072-6.

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