Berlin (dpa) – Der Amerikaner Herman Webster Mudgett war einer der berüchtigsten Serienmörder des 19. Jahrhunderts. Unter dem Namen Henry Howard Holmes führte er in Chicago während der Weltausstellung des Jahres 1893 ein Hotel, in dem zahllose Frauen spurlos verschwanden. Wie viele Opfer er in seinem mit Falltüren, Verliesen, Geheimgängen und Folterkammern ausgestatteten Mörderhaus umbrachte, ist völlig unklar. Es sollen über 100 gewesen sein.

In diesem Umfeld lässt Wolfgang Hohlbein seinen Roman Mörderhotel spielen. Eine junge Frau aus der Provinz ist verschwunden, nachdem sie in das Hotel eingezogen war. Ihr Bruder und ein Privatdetektiv kommen auf der Suche nach ihr nach Chicago und ziehen in das ominöse Hotel ein. Hohlbein sorgt mit vielen, oft grausigen Details für Nervenkitzel, bringt den Erzählfluss aber bisweilen arg ins Stocken.


Wolfgang Hohlbein: Mörderhotel. Lübbe Verlag, Köln, 847 Seiten, 22,00 Euro, ISBN 978-3-7857-2548-1