Berlin (dpa) - In ihrem sehr erfolgreichen Romandebüt "Löwenzahnkind" stellte die Schwedin Lena Bengtsdotter die Kriminalpolizistin Charlie Lager als hartnäckige, aber auch labile Ermittlerin vor. Auch in ihren neuen Roman "Hagebuttenblut" hat sie Charlie wieder in den Mittelpunkt der Handlung gestellt.

Um einer Freundin mit Familienproblemen zu helfen, kehrt die Polizistin in ihren Heimatort in der Provinz zurück. Dort stößt sie auf einen seit vielen Jahren ungelösten Fall. Die damals 16-jährige Francesca verschwand, und ihr Schicksal wurde nie geklärt. Je tiefer Charlie sich in den alten Fall einarbeitet, desto klarer wird ihr, dass niemand im Ort auf diesen Teil der Vergangenheit angesprochen werden möchte.

In diese Handlung eingeflochten sind kurze Abschnitte, in denen Francesca als Erzählerin ihrer eigenen Geschichte eingesetzt ist. Bengtsdotter erzählt die beiden Handlungsstränge in vielen kurzen Kapiteln, die durch Abwechslung und zahlreiche Cliffhanger für Spannung sorgen.

- Lena Bengtsdotter: Hagebuttenblut. Penguin Verlag, München, 507 Seiten, Euro 13,00, ISBN 978-3-328-10396-7.

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