München (dpa) - Schräge Reisedestinationen sind die Spezialität des englischen Sozialgeografen Alastair Bonnett. Sein Buch "Die seltsamsten Orte der Welt" wurde 2017 auch hierzulande ein Bestseller.

Jetzt hat er mit "Die allerseltsamsten Orte der Welt" eine kuriose Fortsetzung geschrieben. Darin entführt er uns zu "ungebärdigen Inseln", bizarren Enklaven, utopischen oder gespenstischen Orten. Wer hat zum Beispiel jemals etwas von den United States Minor Outlanding Islands gehört, im Pazifik verstreute US-Inselchen, die zum Teil als Mülldeponie zweckentfremdet werden? Und wer kennt schon den längsten aktiven Militärwall der Welt, einen 2200 langen Sandwall in der Westsahara?

Bonnett erzählt die Geschichte dieser merkwürdigen Befestigung wie die von Orten, die auf keiner Karte eingezeichnet sind, wie etwa der "unkartierte Kongo". Er führt uns zur versteckten Müllstadt in Kairo oder zu geheimnisvollen Tsunami-Steinen und Atom-Markierungen. Es gibt keine Rätsel mehr auf dieser Welt? Bonnetts Buch beweist das Gegenteil.

- Alastair Bonnett: Die allerseltsamsten Orte der Welt. Aufsteigende Inseln, bodenlose Städte, abseitige Paradiese, C.H. Beck Verlag, München, 268 Seiten, 19,95 Euro, ISBN 978-3-406-73441-0.