Berlin (dpa) - In Arno Strobels Thrillern kommt das Grauen häufig aus dem normalen Alltag. So auch in seinem neuen Roman "Die App".

Eine glückliche Zukunft wartet auf Hendrik, denn der hoch angesehene Arzt in einer Hamburger Klinik steht unmittelbar vor der Hochzeit. Doch alles ändert sich von einem Moment auf den anderen. Als er eines Morgens von einem Noteinsatz im Krankenhaus nach Hause kommt, ist seine Verlobte spurlos aus dem hochmodernen Haus verschwunden.

Die Polizei vermutet, dass sie weggegangen ist, aber Hendrik ist sicher, dass ihr etwas zugestoßen sein muss. Dann trifft er eine Frau, deren Mann auf ebenso mysteriöse Weise verschwunden ist. Die einzige Gemeinsamkeit der beiden Fälle ist, dass die Wohnhäuser beider Paare mit einer hochkomplexen Technik ausgestattet sind, die es erlaubt, mit einer App die gesamte Haustechnik zu steuern. Künstliche Intelligenz soll dabei sogar die Steuerung des Haushalts teilweise selbsttätig übernehmen.

Hendrik hegt den Verdacht, dass hier der Schlüssel zu den Vorfällen liegt. Hat jemand die Software gehackt? Und warum? Hendrik muss all seine Ressourcen aktivieren, um das Schicksal seiner Verlobten aufzuklären.

Strobel hat den Roman sehr clever konstruiert, auch durch Einschübe, die immer wieder eine andere, nicht weniger beängstigende Handlungsebene einbringen.

- Arno Strobel: Die App. Fischer Verlag, Frankfurt/M, 362 Seiten, 15,99 Euro, ISBN 978-3-596-70355-5.

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