New York (dpa) - Die in Hamburg geborene Schriftstellerin Anja Kampmann ist bei der Verleihung der National Book Awards der USA leer ausgegangen.

Kampmann war in der Kategorie für übersetzte Literatur mit ihrem auf Deutsch 2018 im Carl Hanser Verlag erschienenen Debütroman "Wie hoch die Wasser steigen" nominiert, musste sich bei der Online-Gala aber der Japanerin Yu Miri und ihrem Buch "Tokyo Ueno Station" geschlagen geben.

"Wie hoch die Wasser steigen" war unter dem Titel "High as the Waters Rise" in diesem Jahr übersetzt von Anne Posten in den USA veröffentlicht worden. Die 1983 in Hamburg geborene Kampmann, die an der Universität Hamburg und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig studierte, wurde für den Roman unter anderem bereits mit dem Lessing-Förderpreis und dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet.

In der Kategorie Belletristik gewann Charles Yu bei der Gala den National Book Award mit seinem Roman "Interior Chinatown", in der Kategorie Sachbuch wurden Tamara und Les Payne für ihr Werk "The Dead are Arising. The Life of Malcom X" ausgezeichnet. Die Autorin Don Mee Choi bekam den Preis in der Kategorie Poesie für das Buch "DMZ Colony", Kacen Callender wurde in der Kategorie Jugendliteratur für "King and the Dragonflies" geehrt.

Die National Book Awards gelten neben den Pulitzer-Preisen als bedeutendste Buch-Ehrungen der USA. Die Preise gingen unter anderem schon an Autoren wie William Faulkner, John Updike, Thornton Wilder, Don DeLillo, Susan Sontag und Jonathan Franzen.

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