Frankfurt (Oder) (dpa) – Ein lange verschollen geglaubtes Fragment eines Briefs von Heinrich von Kleist wird ab Sonntag in einer Sonderausstellung in Frankfurt (Oder) gezeigt. Das Brandenburger Kleist-Museum hatte die sieben Zeilen umfassende Handschrift des Dichters kürzlich aus Privatbesitz erworben.

Das Autograph ist nach Informationen des Museums der Schlussteil eines dreiseitigen Briefs. Der in Frankfurt (Oder) geborene Dichter (1777-1811) hatte ihn im März 1803 an seine Halbschwester Ulrike geschrieben.

Die sieben Zeilen soll die Frau einst abgeschnitten und an eine Freundin verschenkt haben. Sie galten mehr als 100 Jahre lang als verschollen. Unter dem Titel "Ach! Echt? Kleist" wird die Original-Handschrift bis zum 24. Juni in dem Museum gezeigt. Außerdem gibt es in der Sonderausstellung Informationen über das Fragment und über die brieflichen Hinterlassenschaften des Dichters.

Kleist-Sonderausstellung